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24.05.2014
Blinde konnten Feuerwehrarbeit "begreifen"

Bei einer speziellen Führung für Blinde und Sehbehinderte zeigten die Floriansjünger ihre Ausrüstung und Geräte

Von Sabine Geschwill (aus der Rhein-Neckar-Zeitung vom 03.06.2014)

Leimen. Wie fühlt sich die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr an? Das war genau die Frage, die sich die Besucher im Feuerwehrhaus stellten. Eine größere Gruppe des badischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes hatte sich für eine Führung angekündigt. Für Kommandant Armin Nelius und seine Freiwilligen war dies kein Problem: Bereits vor einigen Jahren war eine Gruppe blinder Kinder bei ihnen zu Gast.
Der Rundgang mit verschiedenen Fühlstationen wurde für die Kinder zu einem unvergesslichen Besuch. Daran konnte sich Karin Schwinn noch ganz gut erinnern. Sie hatte den Besuch der Kinder damals organisiert und leitete nun auch für die Teilnehmer des badischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes alles in die Wege. Knapp 20 Blinde aus der Region hatten sich bei ihr angemeldet, um mehr über die Arbeit der Feuerwehr zu erfahren. An insgesamt vier Stationen wurden den Besuchern sehr eindrucksvoll und interessant Arbeit, Ausrüstung und Gerätschaften der Feuerwehr „zum Greifen“ näher gebracht.
Bürgermeisterin Claudia Felden, selbst Teilnehmerin dieser ungewöhnlichen Feuerwehrführung, freute sich über die Bereitschaft der Feuerwehrkameraden, blinden Menschen mit einer speziellen Führung ihre wichtige Arbeit näher zu bringen. „Die Feuerwehr opfert viel von ihrer Freizeit für unsere Sicherheit“, betonte sie.
Vorweg schickte Feuerwehrkommandant Armin Nelius Informationen über die Freiwillige Feuerwehr der Großen Kreisstadt mit ihren drei Abteilungen Leimen, St. Ilgen und Gauangelloch. Zusammen mit Manuel Albrecht von der Feuerwehrleitstelle Ladenburg erklärte er auch, wie man einen Notruf richtig absetzt. Dann aber durften die blinden Rundgangteilnehmer mit ihren Familien oder Begleitern in Gruppen aktiv werden. „An unseren Stationen können sie mit den Händen sehen“, versprach Nelius.
Erläutert und ausprobiert wurde die Inbetriebnahme eines Hydranten, wenige Meter weiter ging es um den Einsatz eines Druckbelüfters bei Rauchentwicklung in Räumen. Den dadurch entstehenden Luftzug konnten die blinden Besucher deutlich spüren. Um die Ausrüstung eines Feuerwehrkameraden im Einsatz ging es bei der nächsten Station. Die Hände ersetzten dabei die Augen: vom Stiefel bis zum Helm durfte alles erfühlt und ertastet werden. Beeindruckt zeigten sich Karin Schwinn und ihre Gäste von dem Gewicht der Kleidung und den Ausrüstungsgegenständen, die jeder Feuerwehrkamerad im Ernstfall anzuziehen und mit sich zu führen hat.
Nach dem gleichen Fühl- und Tastprinzip wurden die Gerätschaften und Materialien, die in einem Löschfahrzeug untergebracht sind, vorgestellt. Die kleine Zoe beispielsweise zeigte sich hellauf begeistert, wie einfach sich mit Hilfe eines Drucklufthebekissens schwere Lasten anheben lassen. Zugleich wurde erläutert, wie Löschschaum als Löschmittel zur Bekämpfung von Bränden von der Feuerwehr hergestellt wird und welche Technik dabei zum Einsatz kommt.

Weitere Informationen:
Rhein-Neckar-Zeitung

Foto der Rhein-Neckar-Zeitung

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