16.02.2019: Vorbereitungen für das Pfingstzeltlager laufen an
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26.02.2019 16:07:00: Brandmeldealarm - Leimen, Turmstr.
Ausgelöste Brandmeldeanlage
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23.02.2019 18:36:00: Unterstützung Rettungsdienst - Leimen, Markgrafenstr.
Unterstützung Rettungsdienst
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23.02.2019 15:15:00: Verkehrsunfall - Nußloch B3
Personen aus Fahrzeug befreit
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Einsatzbericht


Einsatzbeginn: 24.06.2005 13:15:00
Einsatzende: 24.06.2005 14:45:00
Einsatznummer: 062
Abteilung: Leimen
Einsatzort: Leimen, Tinqueux-Allee
Einsatztyp: Tiere/Insekten
Einsatzstichwort: Eichenprozessionsspinner
Personalstärke: 13
Fahrzeuge: Leimen:
ELF-K
TLF 16/25 neu
RW 2
St. Ilgen:
TLF 16/25
Gauangelloch:
Text: Auf einem kleinen, stark frequentierten Bolzplatz in unmittelbarer Nähe zum Otto-Hoog-Stadion wurden an einer Eiche mehrere Nester der Eichenprozessionsspinnerraupe festgestellt. Da die Haar dieser Raupe sich mit dem Wind verbreiten können und bei Menschen juckende entzündliche Hautreaktionen hervorrufen können, ist eine Indikation zum Entfernen, gerade an stark frequentierten Plätzen gegeben. Zunächst versuchten die technischen Betriebe der Stadt Leimen die Raupennester zu entfernen, stellten jedoch bald fest, dass sie nicht über die entsprechende Ausrüstung, z.B. Atemschutz verfügen, weshalb die Feuerwehr eingeschaltet wurde.
Für die Feuerwehr selbst war es der erste Einsatz dieser Art, allerdings konnte man auf ein Merkblatt der staatlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden Württemberg zurück greifen. In diesem Merkblatt sind zwei Methoden beschrieben. Aufnahme der Nester in eine Plastiktüte oder Abflammen mittels Gasbrenner. Man entschied sich zu letzterer Methode um eine Berührung bzw. Kontamination auf ein Minumum zu beschränken.
Was den Schutz der eingesetzten Kräfte anbelangt wurde zu Beginn der Beseitigungsmaßnahme Atemschutz unter einem Chemikalienschutzanzug (CSA) verwendet, zugegeben eine überzogene Maßnahme, die jedoch eine anschließende Dekontamination vereinfachen würde. Im Verlaufe des Einsatzes hatte es sich jedoch gezeigt, dass unter dem CSA das Sichtfeld zu sehr eingeschränkt war, weshalb man auf Einmalanzüge mit Kapuze zurück griff.
Im Rahmen der Beseitigung wurden zunächst die Nester stark befeuchtet um ein Ausbreiten der Haare zu vermeiden, anschließend wurden diese mittels eines Gasbrenners beseitigt, natürlich immer unter Berücksichtigung des notwendigen Brandschutzes.

Nachträglicher Hinweise Stand 27.06.2005

Die aus dem Einsatz gewonnenen Erfahrungen haben ergeben, dass der Einwegschutzanzug keine optimale Sicherheit bietet. Der eingesetzte Feuerwehrangehörige mußte einen Tag später ebenfalls Hautrötungen an den Armen und auch im Beinbereich feststellen. Diese Feststellung deckt sich auch mit den Erfahrungen der technischen Betriebe Leimen.
Die Feuerwehr Leimen hat hierauf inzwichen reagiert und leichte Chemikalienschutzanzüge Form A inAuftrag gegeben. Mit diesen Anzügen sollte eine Sicherheit gewährleistet sein, zumal eine Dekontamination durch Abspritzen gewährleistet ist.
Bilder: Zu den Bildern...

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